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On this page the MICHAEL FOUNDATION offers you current information and reports concerning epilepsy, epileptology and neurology are discussed. (Most articles are in German. We apologize for the inconvenience.)

 

02.10.2020

Heinz Penin (1924 – 2020)

PRÄGENDER EPILEPTOLOGE GESTORBEN

Wie wir erfahren, ist am 16. September 2020 in Bonn Herr Prof. em. Heinz Penin im Alter von 95 Jahren verstorben. Damit ist die letzte der Persönlichkeiten von uns gegangen, die in den 1970er Jahren die deutsche Epileptologie prägten – am deutlichsten 1971-73 als Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie (der heutigen DGfE).

Er gehörte zu den Pionieren, die die Video-Doppelbildaufzeichnung als wichtiges diagnostisches Instrument in die Epileptologie einführten. Ende der 60er Jahre hat er sich als einer der ersten in Deutschland mit den Ursachen für die häufigen Frühberentungen bei Epilepsie beschäftigt und damit den Blick auf berufliche Eingliederung bei Epilepsie gelenkt.

In Bonn ist seiner Initiative die Einrichtung der ersten Epilepsieabteilung und des ersten Lehrstuhls für Epileptologie an einer deutschen Universität zu verdanken, den er ab 1978 bekleidete. 1971 berief der Deutsche Bundestag eine Enquête-Kommissionein, zur Vorbereitung einer Reform der psychiatrischen Versorgung in Deutschland. Als Experten für Epilepsie gehörten Dieter Janz und Heinz Penin dieser Kommission an. 1973 war er Mitinitiator und Mitverfasser der richtungweisenden Denkschrift Epilepsie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dann Sprecher des daraus resultierenden Forschungsförderungsprogramms Epilepsie der DFG und überhaupt ein zuverlässiger Mitgestalter aller gesundheitspolitisch wichtigen Aktivitäten für Epilepsie in diesen Jahren.

Nachdem auf Initiative der Stiftung Michael und unter anderem Heinz Penins Unterstützung das Epilepsiekuratorium als gesundheitspolitische Plattform gegründet worden war, wurde er auch Mitverfasser des von diesem herausgegebenen Epilepsieberichts 1985, dem Folgebericht der DFG-Denkschrift.

Für die Stiftung war Prof. Penin immer ein wohlgesonnener, gut ansprechbarer Partner, der viel zu unserer Einbindung in die deutsche Epileptologie beigetragen hat. Wir bewahren ihm gerne ein ehrendes Angedenken.